TestDaF Hochschulen

TestDaF: Entscheidung für Qualität

Die anerkannte Prüfung für den Hochschulzugang

Ob in Testzentren, zulassenden Stellen oder Spracheinrichtungen: Häufig werden Sie von Lernenden gefragt, welche Prüfung Sie zum Nachweis der Sprachkompetenz für den Zugang zu einem Studium an deutschen Hochschulen kennen und welche Prüfung für eine Studienbewerbung am besten abgelegt werden sollte. Ein gutes Argument für den TestDaF ist die hohe Verfügbarkeit an über 500 Testzentren in rund 100 Ländern. So können Studienbewerber*innen die Prüfung bereits in ihren Heimatländern absolvieren. Entscheidend für die Auswahl des TestDaF als Sprachnachweis ist jedoch sein hoher Qualitätsstandard, der auch von Expert*innen Anerkennung findet.


Warum den TestDaF empfehlen?


Als standardisierter Sprachstandstest (proficiency test) wird der TestDaF in Fachkreisen als High-Stakes-Test kategorisiert. Er bringt durch seine Verwendung für die Zulassung zum Hochschulstudium weitreichende Konsequenzen für die Teilnehmenden mit sich. Seit 2001 wird der TestDaF in Papierform angeboten und hat sich mit derzeit nahezu 50.000 Teilnehmenden pro Jahr international als „the go to“ assessment (vgl. Norris & Drackert, 2018 ) für diesen Verwendungszweck etabliert. Darüber hinaus hat der papierbasierte TestDaF von der Association of Language Testers in Europe (ALTE) nach einer umfassenden Begutachtung 2017 bereits zum zweiten Mal das Qualitätssiegel der ALTE (Q-mark) mit dem Prädikat „Good Practice“ erhalten.

 

Wofür wird das Qualitätssiegel Q-mark verliehen?

Die Q-mark kennzeichnet die Einhaltung von international anerkannten Qualitätsstandards, die seit Anbeginn der Entwicklung des TestDaF sowie während der kontinuierlichen Aufgabenproduktion und Validierung für das TestDaF-Institut maßgebend sind. Zu diesen Standards gehören z.B. die sog. Joint Standards US-amerikanischer Verbände (American Educational Research Association, American Psychological Association, & National Council on Measurement in Education , 2014), die Guidelines der International Test Commission und die Mindeststandards und Richtlinien der ALTE.

Weitere Informationen zur Entwicklung von Testaufgaben finden Sie in den Handreichungen und Materialien auf der Webseite der ALTE.

Was macht die Qualität des TestDaF aus?

  • TestDaF-Aufgaben spiegeln relevante sprachliche Anforderungen eines Hochschulstudiums wider und sind daher in hohem Maßen authentisch.
  • Die Zuordnung der TestDaF-Niveaus 3, 4 und 5 (TDN 3, 4, 5) zu den Niveaus B2 und C1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) wurde empirisch nachgewiesen (Literaturhinweise Kecker 2011).
  • Teilnehmende können sich umfassend anhand von frei zugänglichen Materialien auf der Webseite informieren und vorbereiten.
  • Alle Testaufgaben werden vor ihrem Einsatz in einer Prüfung mit einer internationalen Probandengruppe erprobt und in aufwändigen Untersuchungen auf ihre Qualität überprüft.
  • Die Testergebnisse sind unabhängig von den Personen, die die Antworten der Teilnehmenden auswerten oder beurteilen. Diese Personen werden sorgfältig ausgebildet und unterliegen einer strikten Qualitätskontrolle und einem Qualifizierungsprozess für Beurteilende.
  • Die Testergebnisse sind unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunftsland der Teilnehmenden und damit fair. Es gibt einen Nachteilsausgleich für Teilnehmende mit Beeinträchtigung.
  • Die Prüfung wird nach einheitlichen Regeln und standardisiert in lizenzierten Testzentren durchgeführt. Die Einhaltung wird durch unangekündigte Inspektionen überprüft.

Das heißt für Sie:

  • Die TestDaF-Aufgaben liefern genaue Messungen der Sprachkompetenz.
  • Die Testergebnisse beschreiben eindeutig die Fähigkeiten im Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen.
  • Zulassende Stellen und andere Nutzer*innen können sich auf die Testergebnisse verlassen.
     

Entsprechende Nachweise durch wissenschaftliche Untersuchungen finden Sie zum Nachlesen in den Literaturhinweisen und in der Publikationsliste.

Zuordnung des TestDaF zum GER

Die Kompetenzniveaus des TestDaF (TDN 3, TDN 4, TDN 5) orientieren sich am Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen des Europarats (GER) und an den Niveaus der ALTE (Association of Language Testers in Europe). Sie geben Prüfungsteilnehmenden und Institutionen, denen diese ihr Zeugnis vorlegen, international vergleichbare Informationen zu ihrem Sprachstand. Die drei TestDaF-Niveaus sind den Kompetenzbeschreibungen der GER-Niveaus B2 und C1 zugeordnet.

Die Unterscheidung zwischen diesen Leistungsniveaus im TestDaF setzt die vorherige Festlegung sogenannter cut scores voraus, die als Punktwert die Grenzen zwischen diesen Leistungsniveaus repräsentieren. Solch eine Festlegung der Grenzwerte sollte nicht intuitiv vorgenommen werden, sondern auf empirischen und für die Beteiligten transparenten Verfahren basieren. Das TestDaF-Institut hat die Zuordnung der TestDaF-Niveaus 3, 4 und 5 zu den GER-Niveaus B2 und C1 dementsprechend in einem mehrschrittigen empirischen Verfahren validiert und in umfassenden Publikationen dargelegt (Kecker 2011; Kecker & Eckes 2010).

Literatur

zur Validierung des TestDaF

Kecker, G., Depner, G., Marks, D., Schwarz, L. & Zimmermann, S. (2019). Die deutsche Sprache weltweit fördern: Was können Sprachprüfungen dazu beitragen? In U. Ammon & G. Schmidt (Hrsg.), Förderung der deutschen Sprache weltweit: Vorschläge, Ansätze und Konzepte (S. 393–406). Berlin: de Gruyter.

Norris, J. & Drackert, A. (2018). Test review: TestDaF. Language Testing, 35, 149–157. doi:10.1177/0265532217715848

Eckes, T. (2013). A study of differential item functioning in the TestDaF reading and listening sections. In E. D. Galaczi & C. J. Weir (Eds.), Exploring language frameworks: Proceedings of the ALTE Kraków Conference, July 2011 (pp. 362–388). Cambridge, UK: UCLES/Cambridge University Press.

Arras, U. (2012). Im Rahmen eines Hochschulstudiums in Deutschland erforderliche sprachliche Kompetenzen - Ergebnisse einer empirischen Bedarfsanalyse. In T. Tinnefeld (Hrsg.), Hochschulischer Fremdsprachenunterricht: Anforderungen – Ausrichtung – Spezifik. Verfügbar unter: Hochschulfremdsprachenunterricht

Eckes, T. (2011). Facetten der Genauigkeit: Zur Reliabilität der Beurteilung fremdsprachlicher Leistungen. Deutsch als Fremdsprache, 48, 195–204.
PDF

Kecker, G. (2011). Validierung von Sprachprüfungen: Die Zuordnung des TestDaF zum Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen. Frankfurt am Main: Peter Lang.